Zum Inhalt springen

Wissen

Streßabbau & Resilienz -Mit den "18 Harmonieübungen"

Die 18 Harmonieübungen – auch Shibashi genannt – gehören zu den bekanntesten und am leichtesten zugänglichen Qi-Gong-Formen. Ein idealer Einstieg.

Qi-Gong-Übende führt eine fließende Armbewegung aus

Die 18 Harmonieübungen (chinesisch oft „Shibashi“) sind eine sanfte, klar aufgebaute Qi-Gong-Reihe. Sie verbindet achtzehn fließende Bewegungen mit einer ruhigen Atmung und lässt sich Schritt für Schritt gut erlernen – auch ohne Vorerfahrung. Für Horst-Rainer Rust sind sie bis heute die liebste Form.

Woher kommt der Name?

Der chinesische Name der Reihe lautet Shibashi – 十八式. Er setzt sich aus drei Zeichen zusammen:

  • Shí 十 bedeutet zehn.
  • Bā 八 bedeutet acht.
  • Shì 式 bedeutet Form oder Übungsform.

Zehn und acht ergeben im Chinesischen gemeinsam die Achtzehn (十八, shíbā). „Shibashi“ heißt also schlicht „achtzehn Formen“ – ein nüchterner Name für eine Reihe, die im Deutschen ihren freundlicheren Beinamen bekommen hat: die 18 Harmonieübungen.
Am treffendsten ist der Name "Die 18 Harmonieübungen des Taiji Qi Gong", denn "Taiji" bezeichnet den Moment der absoluten Harmonie; den Moment, wenn ein Ball hochgeworfen wird und er nicht mehr steigt und noch nicht sinkt.

Woher kommen die 18 Harmonieübungen?

Die Reihe wurde im 20. Jahrhundert zusammengestellt und verbindet Elemente aus dem Taiji-Qi-Gong mit weichen, harmonischen Bewegungsfolgen. Ihre Beliebtheit verdankt sie der klaren Struktur: Jede Übung hat einen anschaulichen Namen und einen ruhigen, wiederkehrenden Rhythmus.
Je nach Qi Gong Lehrer und Qi Gong Richtung unterscheiden sich die Übungen teils sehr in Ausführung und Reihenfolge.

Qi Gong im ruhigen Stand: beide Hände fließend nach vorn geführt
Eine der 18 Harmonieübungen.

Wie läuft die Übungsreihe ab?

Die Achtzehn Bewegungen werden nacheinander und meist im Stehen ausgeführt – langsam, gleichmäßig und mit dem Atem verbunden. Typisch sind bildhafte Bewegungen wie das Öffnen und Schließen der Arme, das „Bewegen der Wolken“ oder ruhiges Kreisen. Wer möchte, kann die Übungen auch im Sitzen ausführen.

  • Sanft: keine Sprünge, keine Belastungsspitzen.
  • Leicht zu merken: klare, sich wiederholende Abläufe.
  • Überall übbar: wenig Platz nötig, keine Geräte.

Für wen eignen sich die 18 Harmonieübungen?

Weil sie sanft und gut dosierbar sind, eignen sie sich für nahezu jedes Alter und jede Konstitution – vom Einstieg bis zur täglichen Praxis. Sie werden traditionell zur Entspannung, für die Beweglichkeit und zum ruhigen Ausgleich im Alltag geübt.

Die 18 Harmonieübungen in der Ausbildung

In unseren Kursen lernen Sie die Reihe von Grund auf. Wer sie nicht nur üben, sondern auch unterrichten möchte, findet sie in der Qi-Gong-Ausbildung wieder: Dort bilden die 18 Harmonieübungen Modul 1 der Stufe 1 – den Einstieg in die Ausbildung zum Qi-Gong-Trainer und -Therapeuten.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Sind die 18 Harmonieübungen für Anfänger geeignet?

Ja, ausgesprochen gut. Die klaren, sich wiederholenden Bewegungen machen die Reihe zu einem der leichtesten Einstiege ins Qi Gong.

Wie lange dauert eine Runde?

Geübt in ruhigem Tempo dauert die komplette Reihe, je nach Wiederholung, etwa 15 bis 30 Minuten. Man kann sie aber auch verkürzen oder einzelne Übungen herausgreifen.

Kann ich die Übungen im Sitzen machen?

Ja, alle achtzehn Bewegungen lassen sich sitzend ausführen. So ist die Reihe auch bei eingeschränkter Beweglichkeit gut zugänglich.

Wie heißen die 18 Übungen noch?

Als Shibashi, Taiji-Qigong Shibashi oder schlicht „die 18 Übungen“. Gemeint ist stets dieselbe Reihe aus achtzehn fließenden Bewegungen, die als Einstieg für Anfänger besonders geeignet ist.
Ich bezeichne diese Übungsreihe als "Die 18 Harmonieübungen des Taiji Qi Gong" oder "Die 18 Harmonieübungen der chinesischen Kaiser", um hervorzuheben, dass diese Übungen ursprünglich nur besonders privilegierten Menschen vorbehalten waren.

Kann ich den Workshop einzeln buchen?

Ja. Der Workshop zu den 18 Harmonieübungen lässt sich einzeln buchen und endet mit einer Teilnahmebescheinigung. Zugleich ist er Modul 1 der Ausbildung zum Qi-Gong-Trainer und Kursleiter (Stufe 1) – wer später die ganze Ausbildung macht, hat dieses Modul damit schon absolviert.